Bioinformatik

Die Bioinformatik löst Probleme aus den so genannten Life Sciences (Lebens-Wissenschaften) mit Hilfe von computergestütztern Methoden. Die Bioinformatik ist dafür verantwortlich, dass es zu entscheidenden Vorstößen in Medizin und Biologie kommen konnte. Besonders bekannt wurde das Fachgebiet im Jahr 2001, als die Sequenzierung des Genoms des Menschen erreicht wurde. Das Studium der Bioinformatik ist mit dem Abschluss Bachelor of Science möglich und dauert sechs Semester. Im letzten Semester wird die Abschlussarbeit angefertigt, die benotet und verteidigt werden muss. Aufbauend auf den Bachelor wird der Master abgelegt, der wiederum noch einmal vier Semester lang dauert. Für das Ablegen des Masters ist es nicht zwingend nötig, vorher Bioinformatik studiert zu haben, auch Quereinstiege aus anderen Fächern, wie der Informatik, sind möglich. Im Studium der Bioinformatik werden den Studenten die Kenntnisse der Informatik auf technischem, praktischen und theoretischen Gebiet vermittelt. Außerdem gehören natürlich Mathematik und Biologie zum Studium. Teilweise sind es auch Chemie oder Biochemie, die behandelt werden, sowie Pharmazie.

Das Grund- und das Hauptstudium beschäftigen sich entweder mehr mit der biologischen oder der informatischen Seite, was von der Fakultät der jeweiligen Hochschule abhängt, beziehungsweise der Ausrichtung des Studiengangs. Da beide Fächer doch recht unterschiedlich sind, sollte der angehende Student seine Vorstellungen über die spätere berufliche Tätigkeit möglichst genau analysieren und anhand dieser Überlegungen eine Hochschule auswählen. Das kombinierte Fach der Bioinformatik stellt daher unterschiedliche Anforderungen in den jeweiligen Bereichen und wer lieber auf zuviel Biologie verzichten möchte, sollte sich eine Hochschule suchen, an der die Informatik während des Studiums im Vordergrund steht. Im Grundstudium werden zuerst die Grundlagen vermittelt und zwar in beiden Fächern. Erst im Hauptstudium werden Themen behandelt, mit denen sich der Absolvent dann auch in der beruflichen Praxis beschäftigen wird. Während des Bioinformatikstudiums kann ein Schwerpunktfach belegt werden, wie Genetik, Biochemie oder Neurobiologie. Jede Universität bietet hier aber unterschiedliche Wahlmöglichkeiten und auch diese sollten vor Aufnahme des Studiums bedacht werden.